Klettergurte: Für maximale Sicherheit beim Bergsteigen

10.08.2016 11:33

Genau wie beim Arbeitsschutz ist es auch bei riskanten Freizeittätigkeiten wichtig, auf Sicherheit zu achten. Wer gern im Gebirge klettert, benötigt darum unbedingt die entsprechende Ausrüstung, und dazu zählen unter anderem Seile, Schuhe und Klettergurte.


Was ist ein Klettergurt?

Der Klettergurt ist im Grunde das Pendant zum Auffanggurt im Arbeitsschutz. Er wird am Körper getragen und ist das verbindende Element zwischen Mensch und Seil.

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Foto: © Guidobl, Lizenz: Creative Commons CC BY-SA 3.0, Quelle: Wikimedia Commons

Wofür benötigt man einen Klettergurt?

Die Funktion des Klettergurtes ist, im Falle eines Sturzes die Auffangbelastungen aufzunehmen und gleichmäßig und schonend auf mehrere Stellen des Körpers zu verteilen. Dadurch kann der Körper die einwirkenden Kräfte besser ohne Verletzungen überstehen.
Für den Fall, dass die Person bewusstlos ist oder aufgrund einer Verletzung nicht mehr selbst ihre Position ändern kann, ist es wichtig, dass der Klettergurt die Blutzirkulation so wenig wie möglich einschränkt und dass er das Hängen in einer stabilen Gleichgewichtslage ermöglicht.

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Wichtige Kriterien für einen guten Klettergurt

Doch der Klettergurt ist nicht nur “Netz und doppelter Boden”, sondern wird von den Kletterern auch aktiv genutzt: beim Abseilen, beim Hängen am Stand oder beim Auschecken einer Route. Darum sind Komfort und gutes Handling wichtig. Er sollte bequem sein und für eine möglichst aufrechte Hängeposition sorgen. Damit in dieser Situation nichts drückt oder zwickt, weisen viele Gurte breite Bänder oder dicke Polster auf. Gleichzeitig ist es jedoch auch wichtig, dass der Gurt luftig genug sitzt, damit man unter den Polstern nicht schwitzt.

Am Ende muss jeder, der sich einen Klettergurt kaufen will, verschiedene Modelle ausprobieren, um Tragekomfort, Handling und Funktionalität beurteilen zu können. Wichtige Fragen sind auch:

  • Wie bequem sitzt der Klettergurt voll beladen auf der Hüfte?
  • Wie gut laufen die Schnallen?
  • Wie groß sind die Materialschlaufen? Lassen sie sich gut bedienen und sind sie gut erreichbar?


Wie lange hält ein Klettergurt?

Die größten Belastungen muss ein Klettergurt in der Regel beim Abseilen, beim Hängen am Stand oder beim Auschecken einer Route aushalten. Die Hersteller von Gurten geben meist Haltbarkeitsfristen für die Materialien an. Aktive und erfahrene Kletterer geben oft den zusätzlichen Hinweis, dass man seiner Ausrüstung daraufhin überprüfen sollte, ob man ihr absolut vertrauen kann! Wenn jemand ein unsicheres Gefühl hat, dann ist es besser, einen neuen Gurt zu besorgen – denn im Ernstfall hängt das eigene Leben davon ab.

Achtung: Im Jahre 2006 starb der berühmte Extremkletterer Todd Skinner im Yosemite Park in den USA, weil sein Gurt in einem schlechten Zustand war und die Anseilschlinge seines Gurtes riss. Er verstarb damals noch am Unfallort.


Quellen

www.klettern.de
www.via-ferrata.de
www.outdoorseiten.net

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