Berufsbekleidung: Gummischürze

05.01.2018 09:49

Eine abwaschbare und desinfizierbare Gummischürze kommt überall dort zum Einsatz, wo die Kleidung vor Durchfeuchtung bzw. starker Verschmutzung geschützt werden muss.

Das kann im privaten Bereich beim Obsteinkochen oder Entsaften sein. Häufiger jedoch trifft man Gummischürzen im gewerblichen Bereich. Dort gehören sie zur vorgeschriebenen Schutzkleidung und unterliegen den jeweiligen Normen und Bestimmungen.


Inhaltsverzeichnis


In welchen Branchen kommen Gummischürzen zum Einsatz?

Berufsgruppen, die Gummischürzen verwenden, sind beispielsweise in der Fleisch-, Lebensmittel- und Fischindustrie (Schlachter, Metzger, Fleischer, Fischer). Auch in Agrarbetrieben oder im Gartenbau werden sie eingesetzt, ebenso in Großküchen und Hotels.

Besonders in der chemischen Industrie ist es wichtig, dass die verwendeten Gummischürzen den Anforderungen entsprechen und chemikalienbeständig sind. Das gilt jedoch für alle Berufsgruppen, die mit Chemikalien zu tun haben, also auch für den Holzbau (Holzschutzmittel) und für Bauernhöfe (Desinfektionsmittel).

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung hat die Berufsgenossenschaftlichen Regeln für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit zusammengestellt, in denen alle wichtigen staatlichen und berufsgenossenschaftlichen Vorschriften zu Schutzkleidung aufgeführt sind.

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Aus welchem Material bestehen Gummischürzen?


Gummi

Umgangssprachlich werden auch Schürzen aus anderen Materialien wie zum Beispiel aus Polyethylen oder PVC Gummischürzen genannt. Das Wort “Gummi” selbst bezeichnet jedoch im Grunde nur den Werkstoff aus vulkanisiertem Kautschuk, kautschukähnlichen Pflanzensäften oder synthetischem Kautschuk. Gummi ist elastisch und relativ strapazierfähig. Allerdings hat er den Nachteil, dass er sehr temperaturempfindlich ist. Bei Temperaturen um die 60 °C verliert Gummi schon nach wenigen Stunden an Festigkeit. Auch gegen Kälte ist er nicht resistent, sondern wird steif und bruchempfindlich.

Ein weiteres Manko ist, dass das Material bei lang andauernden starken Dehnungen oder Punktbelastungen schnell ermüdet. Allerdings ist reiner Naturgummi ein umweltfreundliches Material, da er auf nachwachsenden Rohstoffen basiert. Er ist ungiftig und sogar kompostierbar.


Polyurethan (PU)

Viele Gummischürzen sind auch aus textilen Materialien mit Polyurethanbeschichtung erhältlich. Es gibt aber auch Schürzen aus reinem PU. Das Material hat ein sehr geringes Eigengewicht, ist extrem dehnbar und reißfest. Es weist eine hohe Beständigkeit gegen Lösemittel, Chemikalien und Witterungseinflüsse auf und ist kälteelastisch und kälteisolierend.


Polyethylen (PE)

Auch Gummischürzen aus Polyethylen haben eine hohe Beständigkeit gegen Säuren, Laugen und weitere Chemikalien. Polyethylen ist relativ dehnbar, wird durch Sonneneinstrahlung allerdings spröde. Die Verwendbarkeit ist auch dadurch eingeschränkt, das PE sich bei Temperaturen ab 80 °C ausdehnt und erweicht.


Polypropylen (PP)

Gummischürzen aus Polypropylen sind für Anwendungen im Lebensmittelbereich und in der Pharmazie gut geeignet. Das Material ist geruchlos, hautverträglich und physiologisch unbedenklich. Es besitzt eine höhere Steifigkeit als Polyethylen und wird bei Kälte spröde. Die obere Gebrauchstemperatur liegt in etwa bei 100 bis 110 °C. Bei Raumtemperatur ist PP gegen Fette, nichtoxidierende Säuren und Laugen beständig. Unbeständig ist PP jedoch gegenüber starken Oxidationsmitteln.


Polyvinylchlorid / Vinyl / PVC

Polyvinylchlorid ist beständig gegen Säuren, Laugen, Ethanol, Öl und Benzin. Angegriffen wird PVC von Aceton, Ether, Benzol, Chloroform und konzentrierter Salzsäure. Der Werkstoff ist – im Gegensatz zu anderen technischen Kunststoffen wie PE oder PP schwer entzündlich bzw. entflammbar und ein guter Isolator.


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