Spontane Begleitvegetation – Das Unkraut!

29.06.2020 09:41

Unkraut vergeht nicht, so heißt es sprichwörtlich. Nun ist aber andererseits gegen jedes Kraut ein Mittel gewachsen! Kurz und gut ist Unkraut, oder auch Jät genannt, letztlich eine Pflanze, die aus ästhetischen oder wirtschaftlichen Gründen an dem Standort, an dem sie sich spontan angesiedelt hat, nicht erwünscht ist. Es wird ein Störempfinden ausgelöst, das subjektiv im Auge des Betrachters liegt. Das heißt, in der freien Natur gibt es kein Unkraut.

„Dem Fröhlichen ist jedes Unkraut eine Blume, dem Betrübten jede Blume ein Unkraut.“ (Finnisches Sprichwort)


Inhaltsverzeichnis


Warum wird Unkraut als Unkraut bezeichnet?

Pflanzen werden aus unterschiedlichen Gründen willkürlich als unerwünschtes Unkraut definiert. Dazu gehören wirtschaftliche und optische Faktoren, wenn beispielsweise die akkurate Rasenfläche durch Blumen wie Löwenzahn oder Gänseblümchen “gestört” wird.

Manchmal sind es auch praktische Ursache: Disteln auf einer Rasenfläche sind nicht besonders angenehm, wenn Barfussläufer unterwegs sind. Auch der Wirtschaftlichkeit wegen wird Pflanzen der Stempel des Unkrauts verpasst, beispielsweise wenn sie Nutzpflanzen Licht, Wasser, Nährstoffe und Platz wegnehmen und so den Ertrag mindern.

Ist eine Unkrautpflanze giftig und schädigt mit diesem Gift die Nutzpflanzen nachhaltig oder macht sie unbrauchbar, ist diese Pflanze ebenfalls unerwünscht. Es fehlt der gewinnbringende Nutzen! Manchmal sind aber auch hochallergene Pollen der Grund für eine Verbannung, da diese bei Menschen gefährliche Allergien auslösen können.

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Gartenunkraut entfernen

Unkräuter lassen sich mit verschiedenen Methoden entfernen, die im Folgenden kurz vorgestellt werden. Manchmal ist es auch eine gute Alternative einige dieser als Unkraut bezeichneten Wildkräuter in einen besonderen Bereich des Gartens umzusetzen, da sie heilende Wirkungen entfalten!


Unschlagbar – Jäten!

Am effektivisten und umweltschonendsten ist die älteste Art der Unkrautvernichtung; das Jäten. Zugegeben: Es ist mühsam, wenn man jedes Unkrautpflänzchen einzeln heraus zupft. Aber dafür ist es danach auch endgültig beseitigt! Am einfachsten geht es, wenn die Erde vom Regen etwas aufgeweicht ist. An trockenen Tagen lockert man das Erdreich am besten etwas auf und zieht das Unkraut dann heraus.


Herbizide – Gift für alles

Chemische Mittel, so genannte Herbizide sind keine gute Wahl, da sie in der Regel nicht nur das Unkraut, sondern auch Mensch, Tier, Insekt und andere Pflanzen angreifen. Daher sollte man auf diese Herbizide verzichten.


Hausmittel gegen Unkraut

Der Einsatz des alten Hausmittels, eine Essenz aus Essig und Salz herzustellen und über die unerwünschten Pflanzen zu schütten, ist mittlerweile verboten, da die Konzentration der Stoffe im Boden sehr hoch wird und die Abbauzeit extrem lang ist. Insekten, Pflanzen und Boden würden schwer belastet und geschädigt.

Kochendes Wasser hilft genauso und ist sehr umweltschonend. Einfach über das Unkraut schütten und trocknen lassen. So wird der Organismus zerstört und die vertrocknete Pflanze muss nur noch entfernt werden.

Wenn man in Eile ist, lässt sich zumindest über ein Abschneiden der Blütenköpfe ein weiteres Ausbreiten durch den Samenflug verhindern.


Abflammen oder Fugenkratzer?

Auf Wegen macht sich häufig in den Fugen der Steine Unkraut breit. Wildentschlossene und Abenteurer flammen dieses Unkraut mit einem speziellen Gerät ab. Konservativere Gärtner nutzen ein Messer oder einen speziellen Fugenkratzer, um diese Pflanzen zu entfernen, die sonst mit ihrem Wurzelwerk den Weg schädigen können, in dem Steine oder Platten hochgedrückt werden. Wenn anschließend regelmäßig mit einem Besen mit harten Borsten gefegt wird, werden die neuen Sprösslinge in der Regel automatisch entfernt und wachsen gar nicht erst in ungeahnte Höhen.


Vorbeugende Maßnahmen gegen Unkraut

Mit einigen einfachen Möglichkeiten kann man Unkraut von Anfang an aus dem Garten verbannen.


Das Unkrautvlies

Wenn ein Beet neu angelegt wird, kann ein Unkrautvlies aufgebracht werden. Das heißt, das Vlies wird quasi etwas unter der obersten Erdschicht eingebracht. Das hemmt das Wachstum der Unkräuter und hält die Feuchtigkeit im Boden. Oft wird das Unkrautvlies bei Kiesgärten eingesetzt. Bedenken sollte man, dass es keine Lösung für die Ewigkeit ist, aber durchaus für einige Jahre Schutz vor unerwünscht wachsenden Pflanzen ist. Dort, wo erwünschte Pflanzen wachsen sollen, wird ein Loch im Vlies angelegt.


Bodendecker oder bodendeckende Sträucher

Eine andere Option, um das Wachsen von Unkraut zu verhindern, ist das Anpflanzen von sogenannten Bodendeckern oder bodendeckenden Sträuchern. Diese nehmen nachwachsenden Unkräutern das Licht und hemmen bzw. verhindern so deren Wachstum.



Quellen

https://de.wikipedia.org/wiki/Unkraut
https://www.zuhause.de/unkraut-vernichten-10-tipps-als-alternativen-zu-unkrautvernichter/id_46586666/index
https://www.garten-treffpunkt.de/lexikon/unkraut.aspx


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