Lösbare Kabelbinder – öffnen und wiederverwenden

28.01.2017 10:11

Denken wir an Kabelbinder, dann haben wir gewöhnlich Produkte vor dem geistigen Auge, mit denen eine dauerhafte Befestigung erzielt werden soll. Kabelbinder sind die praktischen kleinen Helfer, die alles an Ort und Stelle halten und dabei so einfach zu verwenden sind. Oft genug ist allerdings keine dauerhafte Befestigung nötig, bzw. sie wäre sogar hinderlich. Für solche Anwendungen gibt es wiederverwendbare Mehrwegkabelbinder.


Was sind lösbare Kabelbinder?

Wiederverwendbare Kabelbinder unterscheiden sich von den Standardkabelbinder dadurch, dass sie eine Vorrichtung zum Öffnen haben. Man muss sie also nicht zerschneiden, sondern kann sie bequem wieder lösen und später erneut verwenden. Allerdings sollte man beachten, dass die mögliche Zugbelastung der Mehrwegkabelbinder geringer ist als die der nichtlösbaren.


Wie verwendet man lösbare Kabelbinder?

Bei wiederlösbaren Kabelbindern werden je nach Hersteller unterschiedliche Verschlusstechniken verwendet.

Zum Schließen wird der Kabelbinder um das zu befestigende Objekt herumgelegt. Anschließend steckt man das Ende des Binders durch den Verschlusskopf, bis der Vorverschlusszahn greift. Sobald sich alles in der gewünschen Position und Lage befindet, greift man das Ende und zieht es komplett zu. Wenn die Kunststoffzunge in der Verzahnung einrastet, entsteht ein Formverschluss. Das Kabelband wird in dieser Position verriegelt, wodurch die Zugkraft gewährleistet wird.

Je nach Bauart lassen sich die Mehrwegkabelbinder durch Drücken oder Anheben der Plastikzunge am Verschlusskopf leicht wieder lösen.

In dem Demonstrationsvideo eines Herstellers von wiederverwendbaren Kabelbindern sieht man sehr gut die unterschiedlichen Verschlussarten und Funktionsmechanismen:


Wo verwendet man lösbare Kabelbinder?

Gemäß ihrer Bezeichnung kommen Mehrwegkabelbinder bei der Verlegung von elektrischen Leitungen zum Einsatz, ebenso im Automobilbereich und im Baugewerbe, im Garten- und Landschaftsbau sowie in Baumschulen.

Doch auch im Alltag gibt es sehr viele Situationen, bei denen sich Mehrwegkabelbinder bewährt haben. Sie sind geeignet für Arbeiten mit etappenweisen Arbeitsschritten, die ein häufiges Lösen und Schließen der Binder erfordern. Denken Sie an Musikveranstaltungen oder Messen, wo Ausrüstungen in schneller Folge aufgebaut, fixiert und wieder abgebaut werden müssen. Bei der Befestigung von Plakaten haben sie sich als sinnvoll erwiesen, und auch in der Catering-Branche werden sie gern verwendet, um Behälter, Säcke und Beutel zu verschließen.

Bei diesen Anwendungsgebieten ist es wirtschaftlich sehr sinnvoll, wiederverwendbare Kabelbinder zu benutzen. Durch die Möglichkeit, sie zu öffnen und wieder zu verschließen, kann Geld gespart und die Umwelt geschont werden.


Spezielle Einsatzgebiete

Mitunter werden Kabelbinder auch als Fesseln eingesetzt. Sicherheitsdienste greifen darauf zurück – und Liebhaber erotischer Fesselspiele ebenso. Allerdings kann diese Art der Fesselung zu langwierigen oder sogar dauerhaften Nervenschädigungen führen.

Anfang des Jahres 2015, im Zuge des Hypes um die Verfilmung der softpornographischen Schmonzette “Shades of Grey”, munkelte die Presse über einen Run auf die europäischen Baumärkte und die Zunahme “diskreter Nachfragen” beim Servicepersonal.

Ob es sich nun um konkrete Tatsachen oder nur einen Marketinggag handelte, wollen wir an dieser Stelle beiseite lassen. Fest steht: Wenn Sie beim nächsten Mal in einer Situation sind, in der eine Lösung für provisorisches oder wiederholtes Befestigen oder Fixieren nötig ist, dann greifen Sie auf einen lösbaren Kabelbinder zurück. Er erleichtert die Arbeitsprozesse und spart Müll.


Quellen

de.wikipedia.org/wiki/Kabelbinder
www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/fifty-shades-of-grey-sex-sells-auch-im-baumarkt


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