Rasen mulchen – so erschaffen Sie die perfekte Grünfläche

18.04.2019 14:04

Ganz egal, ob Hobbygärtner oder eingefleischter Gartenfreund – das Bestreben nach einer makellosen und gesunden Rasenfläche nimmt mit Sicherheit personenübergreifend einen hohen Stellenwert ein. Schön und ansehnlich soll der Untergrund sein, damit das gesamte Erscheinungsbild des Außenbereichs noch besser zur Geltung kommt. Immer häufiger wird zur Realisierung dieses Ziels das sogenannte Mulchen durchgeführt. Die Arbeit lässt sich schnell durchführen und die Resultate sind beeindruckend. Doch was genau steckt dahinter und wie sollte man dabei vorgehen? Wir haben die wichtigsten Informationen für Sie zusammengefasst und zeigen detailliert, wie Sie Ihren Rasen mulchen können.


Rasen mulchen - was steckt dahinter?

Wer den Rasen mulchen geht, der verfolgt bewusst ein anderes Ziel als es beim herkömmlichen Mähen des Rasens der Fall ist. Zwar geht es auch hierbei darum die langgewachsenen Grashalme zu kürzen, es wird dabei jedoch über den Tellerrand hinaus geblickt. Während beim Rasenmähen das am Boden liegende Schnittgut aufgesammelt und anschließend entsorgt wird, da verbleiben die abgetrennten Halme beim Mulchen an Ort und Stelle. Dieser Verbleib ist entscheidend für den späteren Erfolg.


Das Schnittgut zersetzt sich nach einer gewissen Zeit und wird für die Grünfläche zu einer wertvollen Nährstoffquelle. Das, was dem Rasen zuvor genommen wurde, das wird ihm im späteren Verlauf auch wieder zugeführt. Daraus ergeben sich diverse Vorteile, die in unmittelbarer Verbindung mit der Gesundheit und Widerstandsfähigkeit des Grüns stehen.

Auf vielen Rasenflächen ist es notwendig Unmengen an Dünger einzusetzen, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erhalten. Diese Grundsituation gestaltet sich anders, wenn Sie sich dafür entscheiden den Rasen mulchen zu gehen. Die Mulchschicht verbindet die Punkte der Feuchtigkeitsbindung und Temperaturregulierung in Perfektion. Vor allem innerhalb der Hitzesaison macht sich dies bezahlt. Der Untergrund trocknet um ein Vielfaches langsamer aus und wirkt frischer. Im Winter punktet der gemulchte Rasen hingegen durch eine hohe Frostresistenz, sodass die Wurzeln einen besseren Schutz erfahren.


Das Vorgehen beim Mulchen des Rasens

Ein ordnungsgemäßes Mulchmähen bedeutet nicht, dass man den typischen Rasenmäher verwendet und das abgetrennte Gras einfach auf dem Rasen liegen lässt. Herkömmliche Rasenmäher neigen nach dem Schnitt dazu, zu große Teile zu erzeugen. Auch ein verklumptes Schnittgut ist öfters zu beobachten. Dadurch entsteht die Gefahr, dass zu wenig Tageslicht zum Rasen vordringen kann. Dies wiederum begünstigt die Fäulnisbildung. Vergewissern Sie sich dementsprechend, dass Sie die richtigen Arbeitsgeräte haben. Mit den passenden Arbeitsinstrumenten gelingt der Rasenschnitt gut und ohne großen Zeitaufwand.


Halten Sie sich an die folgenden 3 Punkte:

  • Setzen Sie ausschließlich auf den Einsatz eines speziellen Mulchmähers. In einigen Fällen kann auch ein normaler Rasenmäher genutzt werden, wenn dieser denn eine separate Mulchfunktion aufweist. Auch automatische Mähroboter werden auf dem Markt vertrieben. Diese sind zwar vergleichsweise noch recht exotisch, bringen aber zeitsparende Eigenschaften mit sich.
  • Wenn Sie fortan Ihren Rasen mulchen wollen, sollten Sie bedenken, dass die Arbeit oft und somit in engen Abständen verrichtet werden muss. In starken Wachstumsphasen ist es keine Seltenheit, dass das Mulchen 2 Mal pro Woche durchgeführt wird. Verglichen zum Rasenschnitt mit dem Rasenmäher, muss zudem eine kürzere Schnitthöhe eingestellt werden.
  • Mulchen Sie nur, wenn das Wetter es zulässt. Nur trockene Bedingungen gewährleisten, dass das Gras nicht zu nass ist und verklumpt.

Wird der Mix aus guten technischen Hilfsmitteln und der Einhaltung der Vorgehensweisen umgesetzt, werden Sie schon bald feststellen können, dass Ihre Rasenfläche in einem neuen Glanz erstrahlt.


Rasen mulchen durch Kompostierung

Eine nicht ganz so weitverbreitete, aber dennoch effektive Herangehensweise, ist das Mulchen durch Kompostierung. Hierbei wird der Rasenschnitt nach dem Mähen aufgesammelt, im Anschluss darauf getrocknet und abschließend als Humus verwendet. Gleichmäßig auf der Grasnarbe verteilt, trägt dieser ebenfalls zu einem gesunden und saftig grünen Rasen bei.


Folgende Schritte sollten dabei fokussiert werden:

  • Lassen Sie dem Rasenschnitt Zeit in Ruhe zu trocknen. Breiten Sie ihn dafür an einer vor Feuchtigkeit geschützten Stelle aus und warten Sie ab, bis er vollständig luftgetrocknet ist.
  • Vermischen Sie die trockenen Grashalme mit anderen kompostierfähigen Materialien und geben Sie alles in einen Komposter.
  • Verzichten Sie darauf nassen Rasenschnitt zu kompostieren. Dieser eignet sich nicht als Humus, fängt kurze Zeit später an zu faulen und verbreitet einen strengen Geruch.

Der nach einer gewissen Zeit entstandene Humus kann nun auf dem Rasen verteilt werden. Hier ist es empfehlenswert die Masse ein wenig in die Grasnarbe einzuarbeiten. Falls die Konsistenz vom Humus noch etwas zu dick wirkt, kann dieser hervorragend mit Sand vermischt und somit verdünnt werden.

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