Unkraut bekämpfen: Für einen schönen Rasen!

28.06.2020 10:45
Ein Rasen ist keine Blumenwiese und ein Rasen voller Unkraut und Moos sieht ungepflegt aus. Wenn sich also Löwenzahn, Quecken und Klee auf der Rasenfläche breitmachen, ist es an der Zeit, ein paar Maßnahmen zu ergreifen, die über das reine Mähen hinausgehen.

Inhaltsverzeichnis 


Was sind die Ursachen für Unkraut im Rasen?

Schnitthöhe

Bleiben wir gleich einmal beim Rasenmähen, denn hier kann schon der erste Grund für die Störenfriede liegen. Fast alle Rasenunkräuter wachsen sehr niedrig oder sogar kriechend, brauchen aber viel Licht. Wenn ein Rasen stets zu niedrig gemäht wird, dann haben sie optimale Bedingungen zum Gedeihen. Darum sollte der Rasen nicht unter 4 bis 5 cm geschnitten werden. Die Gräser werfen dann genug Schatten, um das Keimen vieler Unkrautsamen zu unterdrücken.

Nährstoff- und Wassermangel

Nährstoffmangel ist eine sehr häufige Ursache für das Gedeihen von Unkraut im Rasen. Rasengräser wachsen nur dann gut, wenn der Boden nährstoffreich und feucht genug ist. Unkräuter sind in dieser Hinsicht anspruchsloser. Besonders im Sommer, wenn die Erde trocken ist, können sie dann leicht die Oberhand gewinnen: Das Gras verdorrt und Unkraut breitet sich aus. Darum ist eine gute Düngung und Bewässerung eine wichtige Maßnahme für die Unkrautverhinderung.

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Wie entfernt man Unkraut aus dem Rasen?

Vertikutieren

Beim Vertikutieren schneidet man mit einem speziellen Werkzeug die Grasnarbe ein und entfernt auf diese Weise Moos und Pflanzenreste. Gleichzeitig wird der Boden belüftet und Unkräuter, die Teppiche bilden (Weißklee, Gänseblümchen), werden in ihrem Wachstum gestört. Die beste Zeit zum Vertikutieren ist einmal im Frühjahr und einmal im Herbst.

Ausstechen

Leider lässt sich nicht jedes Unkraut durch Vertikutieren bekämpfen. Tief wurzelnde Pflanzen wie Löwenzahn und Wegerich (Pfahlwurzler) kann man jedoch ganz leicht mit einem Unkrautstecher zu Leibe rücken. Die Pflanzen werden einzeln mitsamt ihrer Wurzeln herausgestochen.

Tipp: Lassen Sie die Unkräuter nicht blühen! Vor allem die Schirmchen vom Löwenzahn sind nicht zu bändigen. Also wenn Sie gerade keine Zeit zum Mähen oder Jäten haben, dann schneiden oder pflücken Sie zumindest die Blütenköpfe ab, um zu verhindern, dass sich die Samen entwickeln.

Chemische Unkrautbekämpfung

Die Arbeit mit Pflanzenschutzmitteln sollte immer das letzte Mittel sein, wenn nichts anderes mehr hilft. Für den Rasen gibt es selektive Herbizide, die entweder nur einkeimblättrige (Gräser) oder nur zweikeimblättrige (Kräuter) Pflanzen bekämpfen. Sollten Sie sich für den Einsatz entscheiden, dann achten Sie darauf, dass das Mittel möglichst umweltfreundlich ist. Konkret bedeutet das, es muss bienenfreundlich und biologisch abbaubar sein. Achten Sie auch unbedingt auf die Gebrauchsanweisung hinsichtlich Schutzkleidung, Anwendung und Wartezeiten.

Hausmittel gegen wildes Unkraut?

Manche Kleingärtner schwören auf pures Salz oder Essig als Unkrautvernichter. Das klingt zunächst nach einem umweltschonenden Hausmittel, in Wahrheit werden dadurch jedoch der Boden, die Pflanzen und das Grundwasser enorm belastet. Tatsächlich ist der Einsatz von Salz und Essig gegen Unkräuter sogar per Gesetz verboten.


Wie beugt man Unkraut im Rasen vor?

  • Versorgen Sie Ihren Rasen mit einem guten Dünger.
  • Vertikutieren Sie den Rasen zweimal im Jahr (Frühjahr und Herbst).
  • Halten Sie beim Mähen eine Schnitthöhe von 4-5 cm ein.
  • Bewässern Sie Ihren Rasen im Sommer ausreichend.
  • Bei viel Moos: Prüfen Sie den pH-Wert des Bodens; er sollte zwischen 5,5 und 6,5 liegen. Liegt der Wert unter 5,5, dann kalken Sie den Boden.

Video: So bekommt man einen perfekten Rasen:


Quellen

www.mein-schoener-garten.de
www.zuhause.de
www.baldur-garten.de
www.rasengesellschaft.de


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