Was ist eine Storz-Kupplung?

28.07.2020 07:45
Guido Storz erfand die nach ihm benannte Storz-Kupplung. Und das schon ziemlich früh: Nach Jahren der Forschung und des Studiums ließ er sich im Jahr 1882 eine Schlauch-Kupplung patentieren. Heute ist sie im deutschen Sprachraum die weitverbreitetste Feuerwehrschlauch-Kupplung.

Wie funktioniert die Storz-Kupplung?

Das Besondere und damals Revolutionäre war, dass die kuppelnden Anschlussarmaturen auf der Kupplungsseite identisch sind und so ganz nach Belieben verbunden werden können. Es muss also nicht darauf geachtet werden, welches das Innen- und welches das Außengewinde ist. Die Schläuche können dadurch direkt verbunden werden. Das ist im Einsatz, vor allem wenn es sprichwörtlich „brennt“, sehr wichtig.

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Wozu dienen Storz-Kupplungen?

Im Allgemeinen dienen Schlauchkupplungen wie die Storz-Kupplung dazu, Schläuche zu verbinden. Dabei werden die Enden der Schläuche mit der Kupplungen versehen und können so beliebig verlängert werden, ohne ihre Dichtheit zu verlieren. Das ist besonders wichtig, wenn die Feuerwehr einen Brand löschen soll, der Hydrant aber weiter als eine übliche Schlauchlänge vom Einsatzort entfernt ist. Dann können einfach und schnell zwei Schläuche verbunden werden und der Einsatzort wird trotz der Distanz zur Wasserquelle erreicht.


Woraus sind Storz-Kupplungen gemacht?

Storz-Kupplungen sind heute meist aus Aluminium und Aluminiumlegierungen, da diese Materialien wesentlich leichter und stabiler als beispielsweise das zuvor verwendete Messing sind. Das Aluminium wird für die Herstellung der Kupplung geschmiedet, also in die entsprechende Form gepresst, da eine gegossene Variante der Beanspruchung bei Feuerwehreinsätzen nicht standhält. Ergänzt werden die Aluminium-Kupplungen durch Dichtungen aus Nitrilkautschuk.

Übersetzung von Bezeichnungen in der Schweiz

Obwohl in der Schweiz ebenfalls die gleichen Storz-Kupplungen wie im restlichen deutschen Sprachraum verwendet werden, haben sie dort andere Bezeichnungen. Sie werden in der Schweiz nämlich nicht nach Typeinteilung benannt, sondern nach dem Innendurchmesser der Kupplung. Diese kann man so übersetzen:

A     110er
B     75er
C52     55er (eigentlich 52 mm)
C42     40er

Quellen

de.wikipedia.org/wiki/Schlauchverbinder
de.wikipedia.org/wiki/Guido_Storz
de.wikipedia.org/wiki/Feuerwehrkupplung


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