Welche Arbeitskleidung für KFZ-Mechaniker?

Unter einem Auto arbeitet ein KFZ-Mechaniker in Arbeitsbekleidung.

Unter einem Auto arbeitet ein KFZ-Mechaniker in Arbeitsbekleidung.Foto: © RyanMcGuire, Lizenz: Creative Commons 0 1.0 , Quelle: Pixabay.com

 

Es gibt Berufe, die erkennt man bereits von weitem anhand ihrer Kleidung. So tragen Ärzte meist weiße Kittel oder OP-Kleidung. Mitarbeiter der Bahn haben eine Art Uniform während der Arbeitszeit an. Und Handwerker greifen häufig zur Latzhose. Wie sieht aber die Arbeitskleidung für KFZ-Mechaniker aus? Wir haben uns umgesehen.

Welchen Ansprüchen muss die Kleidung genügen?

Wer im Bereich der Autoinstandsetzung arbeitet, übt sehr vielseitige Tätigkeiten aus: nicht ausschließlich im Stehen oder Sitzen, sondern auch im Hocken oder auf den Knien oder sogar liegend auf dem Boden. Dabei wird die Kleidung an bestimmten Stellen besonders stark strapaziert.

Wenn man auf dem Boden arbeitet, kommt Kleidung auch nicht selten in Kontakt mit Schmutz. Ist es nur Staub, kann dieser ausgeklopft werden. Aber wo an Autos geschraubt wird, sind häufig auch Motoröl, Kraftstoff und andere schmierige oder sogar ätzende Flüssigkeiten nicht weit! Diesen Einflüssen muss die Kleidung nicht nur aus ökonomischen Gründen standhalten können, sondern vor allem auch aus gesundheitlichen. Denn insbesondere unsere darunter liegende Haut müssen wir schützen!

Zudem gehen die Mitarbeiter einer Werkstatt auch mit schwerem Gerät um und bedienen große Maschinen. Hierbei muss die Arbeitskleidung so gefertigt sein, dass sich nicht aus Versehen ein Ärmel irgendwo verfängt und den Arbeiter gefährdet. Und auch an den Füßen droht Gefahr – entweder durch schwere herabfallende Gegenstände oder kleine, spitze herumliegende Teile. Die Arbeitskleidung – also das Schuhwerk – muss auch darauf ausgelegt sein.

Was gehört zur Grundausstattung in einer KFZ-Werkstatt?

Kleidung

Das wohl wichtigste Stück der Arbeitskleidung in KFZ-Werkstätten ist die Hose. Diese kommt am ehesten mit allen strapaziösen Einflüssen in Kontakt und sollte darum aus sehr haltbaren Material bestehen. Häufig wird eine Kombination aus Polyester und Baumwolle verwendet. An den Knien sind die Hosen zudem verstärkt, oft auch mit Taschen für extra Polster versehen.

In vielen Betrieben trägt man nicht nur einfache Hosen, sondern beispielsweise Latzhosen oder Overalls. Diese schützen auch (teilweise) den Oberkörper und bieten zudem zusätzlichen Stauraum für Werkzeuge etc., die immer schnell zur Hand sein müssen. Ergänzend dazu trifft man auch oft eine zur Hose passende Arbeitsjacke an. Auch sie muss aus strapazierfähigem Gewebe bestehen, ist häufig an den Ellenbogen verstärkt und hat einen Schnitt, der verhindert, dass Ärmel nicht zu weit abstehen und in eine laufende Maschine geraten könnten.

Sicherheitsschuhe

Hier fällt ein schwerer Schraubenschlüssel herab, dort liegt eine Schraube unauffällig gefährlich mit der Spitze nach oben auf dem Boden, da hat sich eine kleine Lache aus Öl gebildet. Auch die Füße müssen sicher in einer KFZ-Werkstatt verpackt sein. Es ist betriebsintern zu regeln, welche Sicherheitsklasse die Schuhe aufweisen müssen. Die Berufsgenossenschaft will aber mindestens Sicherheitsklasse S1 sehen!

Das bedeutet, die Fersen und Zehen sind durch Kappen so fest gearbeitet, dass es bei Unfällen zu keinen Quetschungen oder Brüchen kommt. Außerdem ist der Schuh resistent gegen Kraft- und Schmierstoffe und zusätzlich noch antistatische Eigenschaften. Nicht ganz unwichtig bei der Arbeit mit modernen Autos, in denen immer mehr Elektronik verarbeitet wird.

Wer mehr Sicherheit am Arbeitsplatz will, kann auch zu Schuhen der Sicherheitsklasse S3 greifen. Diese sind noch zusätzlich wasserdicht und haben eine durchtrittsichere Sohle. Sie sind dadurch aber auch schwerer und nicht ganz so bequem. Hierbei ist immer das individuelle Tragegefühl entscheidend.

Spezialausrüstung

Wir arbeiten mit unseren Händen. Darum sollten natürlich gerade diese einen hohen Schutz erfahren. Arbeitshandschuhe, die resistent gegen Öle, Kraftstoffe, usw. sind, sind also entscheidend. Außerdem sollten sie auch Hitze abhalten – denn Motoren können schnell heiß werden.

Weiteres Zubehör für die Arbeitsbekleidung eines KFZ-Mechanikers könnte zum Beispiel Gehörschutz oder Gesichtsschutz (z.B. beim Schweißen) sein. Wird auch mit Farben (Lackierer) gearbeitet, so empfiehlt sich auch entsprechender Atemschutz.

Quellen

www.kfz-mag.de/news/ratgeber
www.gutefrage.net
www.bghm.de
www.auto.de/magazin
www.anwalt.de/rechtstipps

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