Wissenswertes über Bügelsägen

Bügelsägen gehören zur Grundausrüstung vieler Handwerker. Sie sind auf Baustellen zu finden und auch bei Tischlern oder Zimmerern sind sie im Dauereinsatz. Im Garten finden sie ebenfalls Verwendung, denn mit ihnen lassen sich schnelle und präzise Schnitte an Grünholz durchführen.

Was ist eine Bügelsäge?

Bei einer Bügelsäge ist das Sägeblatt in einen U-förmigen Bügel eingespannt. Der Bügel ist nach unten offen. Diese Sägen sind sowohl als Handsägen als auch als Maschinensägen erhältlich.

Bei einer Bügelsäge kann das Sägeblatt sehr schmal sein – das reduziert den zu zerspanenden Werkstoff und die Zerspanungsarbeit.

Slider

Wie funktioniert eine Bügelsäge?

Bügelsägen besitzen häufig einen Schnellspannhebel und eine Vorrichtung zum Nachstellen der Blattspannung. Durch das feste Einspannen an beiden Seiten des Bügels wird das Sägeblatt sehr straff gehalten. Deshalb kann die Schnittbewegung in beide Richtungen verlaufen. Zum Vergleich: Eine schmale Blattsäge kann nur gezogen werden, da sich das Sägeblatt bei der Vorwärtsbewegung sonst biegen würde.

Allerdings ist der Dicke des zu sägenden Werkstückes eine natürliche Grenze gesetzt: In Höhe des Bügels ist Schluss, da dieser stets dicker ist als das Sägeblatt, um die Stabilität zu gewährleisten.

Wo werden Bügelsägen eingesetzt?

Bügelsägen in der Holzbearbeitung

Die größte Verwendung finden Bügelsägen wohl in der Holzbearbeitung. Hier sind die Laubsäge und die Bügel-Astsäge typisch. Bei den Laubsägen handelt es sich um eine italienische Erfindung aus dem Jahr 1562, die zum Aussägen von Intarsien verwendet wurde. Mit ihr kann man nicht nur geradlinig, sondern auch in engen Kurven sägen. Sie ist daher primär im Kunsthandwerk, wo feine Muster in Holz gearbeitet werden, und im Modellbau anzutreffen.

Übrigens: Bei einem Sägenvergleich durch den NDR schnitt die Bügelsäge in fast allen Testbereichen im Garten am besten ab. Getestet wurden die einfache Astsäge, Japansäge, Fuchsschwanz und Bügelsäge. Mit der Bügelsäge konnten die Tester am effektivsten und schnellsten arbeiten – selbst unter beengten Bedingungen.

Slider

Bügelsägen in der Metallbearbeitung

Der Griff zur Bügelsäge, die stets parat über der Werkbank an der Wand hängt, war früher gang und gäbe bei jedem, der sich mit Metallbearbeitung befasste. In metallverarbeitenden Betrieben wurde die Bügelsäge im Lager für Stangenmaterial verwendet. Noch vor rund 30 Jahren arbeiteten mehrere Bügelsägen und auch Kreissägen nebeneinander, um das Stangenmaterial in „handlichen“ Portionen aus dem Lager heraus zu bekommen. Dabei war der Sägeschnitt nicht als Endbearbeitung anzusehen: Selten wirklich gerade, fast nie exakt winklig, sehr raue Oberflächenstruktur. Immer musste noch einmal nachgearbeitet werden.  Heute haben CNC-Maschinen unter anderem auch das Sägen übernommen.

Für kleinere Betriebe oder Heimwerker ist die Handbügelsäge oder die Maschinen-Bügelsäge in der Metallbearbeitung jedoch durchaus noch verbreitet. Bei Maschinen-Bügelsägen wandelt ein Getriebe die Drehbewegung in einen Vorwärts- bzw. Rückwärtsschub um. Übrigens lassen sich mit einer Maschinen-Bügelsäge beinahe sämtliche Werkstoffe problemlos sägen. Beim Bearbeiten von Metall wird zusätzlich meist ein Schlauch mit Kühlflüssigkeit für das Sägeblatt verwendet, da sich das Material durch die Reibung stark erhitzt.

Quellen

www.wikipedia.de/Bügelsäge
www.holzinfo.de
www.testberichte.de
www.ndr.de

Schreibe einen Kommentar