Rosen zurückschneiden – so klappt es problemfrei

Steve Tams
2021-12-03 15:53:00 / Standard / Kommentare 0
Rosen zurückschneiden – so klappt es problemfrei - Rosen zurückschneiden - So gelingt und blüht es!

Sie ist weltweit als Symbol der Liebe bekannt, daher wundert es kaum, dass immer mehr Personen die Pflanze in ihrem Garten haben wollen. Rosen sind ansehnlich, versprühen eine Menge Charme und runden das Bild eines Außenbereiches zusätzlich ab. Damit die Schönheit lange erhalten werden kann, ist eine zwischenzeitliche Pflege und Behandlung jedoch unabdingbar. Wir zeigen, wie wichtig speziell das korrekte Rosen Zurückschneiden ist und wie man während der Arbeit am geschicktesten vorgeht.


Rosen zurückschneiden - so blühen die Pflanzen dadurch auf


Das Rosen Zurückschneiden hat maßgeblichen Einfluss darauf, wie gut sie sich entwickeln. Dichte Triebe und eine starke Verzweigung können sich erst dann richtig entfalten, wenn die Arbeit regelmäßig durchgeführt wird. Die Schnitte sind für die Pflanze eine wahre Verjüngungskur. Nicht nur, dass die Schönheit der Blüten zunimmt und die Anzahl steigt, auch die restlichen Teile der Rose werden widerstandsfähiger und wirken gesünder.

Auch, wenn sich die optischen Merkmale anfangs ähneln, muss beim Rosen Zurückschneiden dennoch in 2 Kategorien unterteilt werden – den Kulturpflanzen und den wildartigen Formen. Während erstere am besten jedes Jahr zurückgeschnitten werden sollten, um eine ausreichende Blühkraft gewährleisten zu können, da sind die wilden Rosen um ein Vielfaches strapazierfähiger.

Diese kommen problemlos mehrere Jahre ohne Schnittarbeiten zurecht und können wachstumstechnisch ordentliche Größen erreichen. Dies ist auch der Grund, warum sie häufig an Häuserfassaden zu sehen sind und dort als Deko herhalten. Ganz ohne Rückschnitt kommen auch sie jedoch nicht aus, sodass man spätestens nach ein paar Jahren aktiv werden sollte. Auch hier fördert der Schnitt dann die Gesamtgesundheit der Pflanze und setzt einen Verjüngungsprozess in Gang.



Rosen zurückschneiden - der Frühjahrsschnitt


Wie bei vielen anderen Arbeiten, die im direkten Zusammenhang mit Pflanzen stehen, muss das Zurückschneiden von Rosen im Garten auch im Frühjahr erfolgen. Die Wetterbedingungen sind in dieser Zeit ideal und gefährden nicht die Gesundheit der Rosengewächse. Ein Zurückfrieren durch Frost kann dann nahezu ausgeschlossen werden. Dennoch sollte man immer auf Nummer sicher gehen und die Schnittarbeiten ausschließlich an sonnigen Tagen ausführen. Meist ist das Fenster zwischen Mitte Februar und Mitte April optimal.

Es ist wichtig, dass vor dem Rosen Zurückschneiden alle ausgetrockneten bzw. kranken Triebe beseitigt werden. Man erkennt sie in der Regel äußerst schnell, da sie innerhalb des Stängels ein dunkles Mark aufweisen. Die Position, an der das Mark der Pflanze langsam wieder weiß wird, markiert den Beginn des gesunden Triebs.

Es ist keine Seltenheit, dass die erkrankten Bereiche bis tief zum Wurzelballen hinführen. Es ist dann notwendig die Rose bis zu dieser Stelle zurückzuschneiden. Viele Personen fürchten diesen Schritt, da teilweise auch ein Hauptast betroffen sein kann und eine Lücke entsteht. Fakt ist jedoch, dass die Pflanze sich schnell wieder erholt und gesunde Triebe die Verkahlung schließen.


Rosen zurückschneiden mit der perfekten Schnitttechnik


Damit das Resultat ansehnlich wird, ist es wichtig, dass man beim Rosen Zurückschneiden einige Regeln befolgt. So sollte der Schnitt beispielsweise um die 5 Millimeter über dem frischen Trieb des Rosengewächses erfolgen. Hier kann währenddessen mit dem Schnittwerkzeug eine leichte Schräghaltung eingenommen werden. Dadurch kann Regenwasser besser nach unten hin abfließen und es besteht keine Gefahr, dass die Feuchtigkeit sich auf der Oberfläche ablagert. Würde es zu Letzterem kommen, würde entsprechend das Fäulnis-Risiko in die Höhe gehen.

Die restlichen Arbeiten müssen individuell betrachtet werden und sind teils reine Geschmacksacke. Kräftige und mittellange Triebe entstehen beispielsweise, wenn der Rückschnitt sehr stark vollzogen wird. Eine hohe Anzahl an kurzen Trieben bekommt man hingegen, wenn man die Pflanze nur leicht zurückschneidet.

Wurde das Rosengewächs frisch gepflanzt, so sollte in den darauffolgenden Jahren nur ein zurückhaltender Schnitt angepeilt werden. Ansonsten hat die Pflanze keine Zeit eine ausreichende Größe zu entwickeln und eine Blühkraft aufzubauen. Auch bei Kletter- und Wildrosen, die irgendwann ihre volle Größe erreichen sollen, fährt man mit einer defensiveren Herangehensweise gut. Die Entfernung von schwächeren Seitentrieben ist in den Anfangsjahren bereits ausreichend.



Das passende Werkzeug beim Rosen Zurückschneiden

Wie bei vielen anderen Schnittaufgaben, ist auch beim Rosen Zurückschneiden die Gartenschere eine hervorragende Wahl, um die Arbeit präzise und ordentlich ausführen zu können. Hier sollte man stets darauf achten, dass die Klingen eine gute Schärfe aufweisen und das Werkzeug selbst sicher in der Hand liegt. Manche Bodentriebe können überdurchschnittlich dick werden, sodass auf Grund dessen der Einsatz einer Akku-Gartenschere sinnvoll sein kann.

Ein weiteres wichtiges Utensil ist ein hochqualitatives Paar Gartenhandschuhe. Nur diese können sich über längere Dauer hinweg problemfrei gegen die Dornen der Pflanze behaupten und vor Verletzungen schützen. Hinzu kommt, dass sie beim Zurückschneiden der Rosen die Griffigkeit in die Höhe treiben, was wiederum für ein besseres Resultat sorgt.

Zu guter Letzt sollte ein Auffangsack am Ort des Geschehens sein, damit abgeschnittene Äste, Blüten und auch Zweige schnell entsorgt werden können. Je nachdem wie groß die abgetrennten Teile ausfallen, kann zudem der Einsatz eines Häckslers empfehlenswert sein. So kann nach der Zerkleinerung weiterhin alles im Sack zwischengelagert werden, um es nach Beendigung der Arbeiten zu entsorgen.


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