Landschaftsgärtner Ausbildung – alle Infos zur Lehrzeit

Steve Tams
2021-12-23 13:16:00 / Standard / Kommentare 0
Landschaftsgärtner Ausbildung – alle Infos zur Lehrzeit - Wissenswertes über die Ausbildung zum Landschaftsgärtner
  

Was würden Sie von einem Beruf halten, der Ihnen ermöglicht tagtäglich an der frischen Luft zu sein, bei dem Sie sich in punkto Kreativität so richtig ausleben können und darüber hinaus auch noch mitbestimmen, wie eine Aufgabe angegangen und fertiggestellt wird? Falls das für Sie nach der altbekannten eierlegenden Wollmilchsau klingt, dann haben Sie definitiv zu vorschnell geurteilt. Die Landschaftsgärtner Ausbildung ist bei vielen Jugendlichen sehr beliebt, da immer mehr Personen dieser Altersklasse nach den angesprochenen Punkten streben und aktiv Ausschau halten. Während der Lehrzeit wird Ihnen alles beigebracht, um zukünftig in den fordernden Arbeitsalltagen bestens bestehen zu können. Die wissenswertesten Infos gibt es nachfolgend gebündelt in unserem Blogbeitrag.


Landschaftsgärtner Ausbildung – Allgemeine Infos, Einsatzgebiete und Co.

Auch wenn die Bezeichnung Landschaftsgärtner sich immer häufiger etabliert, werden Personen, die in diesem Berufsfeld tätig sind, auch als Gärtner im Garten- und Landschaftsbau bezeichnet. Zwar ist die letzte Berufsbezeichnung eher als eine Spezialisierung bzw. Fachrichtung anzusehen, im normalen Sprachgebrauch werden beide Gruppen aber oftmals gleichgesetzt. Wie bereits in der Einleitung kurz erwähnt, kann die Landschaftsgärtner Ausbildung vor allem mit 3 besonderen Punkten glänzen:

  • Das tagtägliche Arbeiten in der Natur
  • Die Einbindung der persönlichen Kreativität in die Arbeitsabläufe
  • Die Möglichkeit bei der Gestaltung von Projekten aktiv mitzuentscheiden

Das Aufgabengebiet ist dabei breitgefächert und gewährleistet, dass die Tage viel Abwechslung bringen. Die Projekte können durchaus viel Zeit in Anspruch nehmen, da Landschaftsgärtner oftmals von der Ausführung des ersten Spatenstichs bis zur Fertigstellung alles abdecken. Langeweile kommt hier so schnell nicht auf.

Da sich ein Teil der Arbeit auch in den Grüngürteln von Gemeinden oder Stadtgebieten abspielt, trägt man als Landschaftsgärtner automatisch zum Natur- bzw. Umweltschutz bei. Einsatzgebiete sind hier unter anderem:

  • Parkanlagen
  • Grünanlagen
  • Sportplätze
  • Spielplätze

Wie wichtig die Ausübung dieses Berufs ist, zeigt sich dabei vor allem in Großstädten. Wo häufig nur eine „Grau-in-Grau-Idylle“ zu erkennen ist, wirken die liebevoll bepflanzten Parks und Wege wie Oasen, die das ansonsten so triste Bild schnell auflockern. Selbstverständlich profitiert auch die Luftqualität unter derartigen Verschönerungsmaßnahmen und Feinstaubwerte können durch eine flächendeckende Einbindung spürbar reduziert werden.

Ganz egal, ob es darum geht neue Wege anzulegen, Teiche in einem öffentlichen Park zu pflegen, oder aber Blumenbeete zu pflanzen – die Geschicke werden in vielen verschiedenen Arbeitseinsätzen immer wieder auf die Probe gestellt, sodass die zur Erreichung dieser Ziele so wichtige Landschaftsgärtner Ausbildung durchaus als anspruchsvoll bezeichnet werden kann.

Weitere mögliche Arbeitsaufgaben, auf die man sich während der Landschaftsgärtner Ausbildung vorbereitet, könnten unter anderem die folgenden sein:

  • Bach- und Flussrenaturierung
  • Hang- und Böschungssicherungen
  • Mülldeponien- und Berghaldenrekultivierung
  • Pflanzenkläranlagenbau
  • Hecken- und Baumpflege
  • Friedhofspflege

Wie Sie sehen, wird einem nun schnell bewusst, warum der Beruf von Jahr zu Jahr immer stärker in den Fokus der Ausbildungssuchenden gerät. Mit einem derartigen Aufgabenspektrum scheint die Zukunft auf dem Arbeitsmarkt auf jeden Fall gesichert zu sein.


Welche Inhalte warten in der Landschaftsgärtner Ausbildung?

In den insgesamt 3 Jahren der Landschaftsgärtner Ausbildung, die in einem dualen System durchgeführt werden, warten viele verschiedene Aufgaben auf den Azubi, die ihn Schritt für Schritt auf das Leben nach der Lehrzeit vorbereiten. „Duales System“ bedeutet, dass ein Teil innerhalb des Ausbildungsbetriebs und einer in der Berufsschule stattfindet. Während die Abschnitte im Betrieb eher praxisorientiert sind, da werden die erlangten Kenntnisse in der Schule durch theoretische Lerneinheiten gefestigt.

Zu den Schulinhalten gehören unter anderem:

  • Pflanzenkunde
  • Technik
  • Mathematik

Darüber hinaus finden auch Unterrichtseinheiten statt, die sich sehr stark auf den beruflichen Alltag beziehen, darunter:

  • Verstehen/Lesen von Plänen und Umsetzung der Infos auf die Baustelle
  • Vorstellung von Pflanzenschutzmaßnahmen
  • Baumfällungen
  • Rodungen von Wurzeln
  • Umgang mit Arbeitsmaterialien und relevanten Maschinen

Zusätzlich stehen Erd- und Installationsarbeiten auf dem Stundenplan. Dabei wird der Fokus auch auf Be- und Entwässerungsanlagen gelenkt. Wie im ersten Abschnitt dieses Textes bereits beschrieben, warten nach der Landschaftsgärtner Ausbildung viele weitere und teils sehr komplexe Aufgaben auf den ehemaligen Azubi. Die aufgezählten schulischen Inhalte sind dementsprechend nur ein kurzer Auszug aus dem spannenden Portfolio des Lehrlingsalltags.

Zum Ende der Landschaftsgärtner Ausbildung muss eine Prüfung abgelegt werden. Fachliches Wissen und Geschick wird hier genauso auf die Probe gestellt, wie Schlüsselqualifikationen, zu denen beispielsweise selbstständiges, eigenverantwortliches Vorbereiten und Planen zählen. Auch die Kontrolle während und nach der Ausführung wird hier beobachtet.



Wie gestaltet sich das Gehalt in der Landschaftsgärtner Ausbildung?

In nahezu jedem Beruf ist das zu erwartende Gehalt abhängig davon, welche Vorerfahrungen man mitbringt, wie die Größe des Betriebs sich zusammensetzt und an welchem Standort er beheimatet ist. Es ist daher pauschal nicht möglich zu sagen, wie viel man genau nach der Landschaftsgärtner Ausbildung verdient. Innerhalb der Lehrzeit gestaltet sich die Situation hingegen wie folgt:

  1. Ausbildungsjahr: 800€ brutto pro Monat
  2. Ausbildungsjahr: 900€ brutto pro Monat
  3. Ausbildungsjahr: 1000€ brutto pro Monat

Nach der Ausbildung startet man dann durchschnittlich betrachtet bei rund 2300€ brutto. Je nachdem wie lange man dem Betrieb zugehörig ist und welche Zusatzqualifikationen man mitbringt, kann das Gehalt im Laufe der Zeit bis auf ca. 3300€ brutto pro Monat ansteigen.


Welche Perspektive hat man nach der Landschaftsgärtner Ausbildung?

Wie bereits erwähnt, lernt man innerhalb der Ausbildungszeit viele verschiedene Fertigkeiten, die auf dem handwerklichen Arbeitsmarkt durchweg gefragt sind. Blickt man auf die zahlreichen Stellenausschreibungen, in denen händeringend nach geeignetem Personal gesucht wird, kann man bereits schnell erkennen, wie gut die Zukunftsperspektiven sind. In Schulnoten bedeutet dies, dass die Berufsaussichten mit „gut“ bis „sehr gut“ beschrieben werden könnten. Ein weiterer Grund, warum immer mehr Jugendliche sich bewusst für die Landschaftsgärtner Ausbildung entscheiden.


Was sollte ich für die Landschaftsgärtner Ausbildung unbedingt mitbringen?

Es ist keine Seltenheit, dass einige Personen kurz nach Beginn der Ausbildung bereits das Handtuch werfen, weil sie sich nach dem Resümee der ersten Tage doch lieber in einem Büroumfeld sehen. Hier spricht vieles dafür, dass man sich im Vorfeld nicht eng genug mit der Landschaftsgärtner Ausbildung befasst hat und dadurch das böse Erwachen vorprogrammiert war.

Folgendes sollte man unbedingt mitbringen, wenn man Landschaftsgärtner werden möchte:

  • Resistenz gegenüber schwerer Arbeit
  • Freude an der fast immer draußen stattfindenden Arbeit
  • Resistenz gegenüber schmutzigen Arbeitsplätzen

Frostbeulen werden schnell feststellen, dass die Arbeit auch in der winterlichen Kälte stattfindet und währenddessen von einem weiterhin viel abverlangt wird. Zwei linke Hände sind bei den vielen handwerklichen Herausforderungen ebenfalls nicht förderlich, sodass einem sicherlich schnell die Grenzen aufgezeigt werden würden. Wer seine Stärken und Schwächen falsch einschätzt oder sie sogar ignoriert und sich trotzdem bewirbt, der läuft Gefahr, dass das Vorhaben schneller ein Ende hat als vermutet.


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