Arbeitsschutzbekleidung – Warum man sie braucht und was zu ihr gehört

Zwar lauern auch im privaten Bereich Gefahren, doch gerade in technischen und handwerklichen Berufen ist ein besonderes Maß an Schutz vor Verletzungen nötig. Deshalb gibt es den Arbeitsschutz, durch den sich die Arbeitssicherheit erhöht. Das bedeutet, dass der Arbeitnehmer vor Gefahrenquellen wie Gefahrstoffen, besonderen physischen und psychischen Belastungen und einer potenziell gefährlichen Arbeitsumgebung geschützt wird. Ein zentrales Element dieses Arbeitsschutzes ist die entsprechende Berufsbekleidung.

Warum braucht man Arbeitsschutzbekleidung?

Die Arbeitsschutzbekleidung dient dem Schutz des Arbeitnehmers vor Gefahren für den eigenen Körper. Sie ist Teil der persönlichen Schutzausrüstung (PSA). In vielen Fällen kann die Arbeitsschutzbekleidung zwar keine Unfälle verhindern, aber zumindest die Schwere der Arbeitsunfälle vermindern und den Träger vor bleibenden gesundheitlichen Schäden schützen.

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Besondere Arbeitsschutzbekleidung in verschiedenen Berufen

In den verschiedenen Berufsfeldern ist besondere Arbeitsschutzbekleidung nötig. Warum man in welchen Umgebungen welche Art von Arbeitsschutzbekleidung braucht, soll hier angesprochen werden.

Arbeitsschutz im medizinischen Bereich und in der Lebensmittelindustrie

Im täglichen Umgang mit infizierten und verletzten Kranken ist es sehr wichtig passende Arbeitsschutzbekleidung zu tragen. Ansonsten können Erreger auf Pflegepersonal übergreifen oder von einem Patienten auf einen anderen übertragen werden. Gleiches gilt für die Lebensmittelindustrie. Niemand möchte Krankheitserreger auf seinem Essen haben. Besondere Anforderungen an Kleidung in diesen Bereichen sind deshalb Keimfreiheit, Hygiene und eine einfache Reinigung. Gerade in diesen Berufsfeldern werden häufig auch Einwegmaterialien für die Kleidung eingesetzt, um die Anforderungen bestmöglich zu erfüllen.

Arbeitsschutzbekleidung im technischen Bereich

Was wäre der KFZ-Mechaniker oder der Heizungsinstallateur ohne seinen Blaumann? Er ist die typische Arbeitsschutzbekleidung für Berufe im technischen Bereich und zeichnet sich durch seine besondere Strapazierfähigkeit aus. So entstehen selbst durch dauerhafte große Belastung des Stoffes nur geringe Abnutzungsspuren. Außerdem sollte die Arbeitskleidung atmungsaktiv und schwer entflammbar sein. Häufig wird deshalb auf robuste Baumwolle zurückgegriffen, da diese bei Hitzekontakt nicht schmilzt und schwere Verbrennungen auf der Haut verhindern kann.

Arbeitsschutzbekleidung in Forst- und Gärtnerberufen

Besondere Anforderungen hat auch die Kleidung derer zu erfüllen, die im Wald oder im Garten arbeiten. Viele schwere Arbeitsunfälle entstehen dort durch das Abrutschen mit Kettensägen. Deshalb sind die Fasern der Arbeitsbekleidung so gestaltet, dass sie die Zähne einer Kettensäge stoppen können.

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Was gehört alles zur Arbeitsschutzbekleidung?

Wie gerade gesehen gibt es in unterschiedlichen Berufsfeldern unterschiedliche Anforderungen an die Arbeitsschutzbekleidung. Dennoch kann man einige immer wieder auftauchende Elemente entdecken.

Schutzkleidung

Als “Schutzkleidung” soll hier die Kleidung, die grundsätzlich getragen wird (z.B. Blaumann, Kochjacke…) bezeichnet werden. Sie schützt den Leib und die Arme und Beine vor Verletzungen.

Handschutz

Die Hände bedürfen besonderen Schutzes, da sie bei Handwerkern oft die meiste Arbeit erledigen. Sie werden deshalb entweder durch Handschuhe oder, wo dies nicht möglich ist, (z.B. in der Gastronomie) durch bestimmte lebensmittelverträgliche Hautschutzmittel geschützt. Handschuhe schließen also sowohl robuste Arbeitshandschuhe als auch Handschuhe aus einer dünnen Plastikhaut (für den Hygieneschutz) mit ein.

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Schutzbrillen

Die Schutzbrille schützt das Augenlicht des Arbeitnehmers und ist deshalb sehr wichtig. Eingesetzt wird sie zum Beispiel in Berufen, wo Späne fliegen (Tischler, Zimmermann) oder auch bei der Metallverarbeitung (Schweißerbrillen).

Gehörschutz

Auch die Ohren müssen geschützt werden. Deshalb ist es wichtig in lauten Umgebungen, beispielsweise beim Umgang mit großen Maschinen oder Kettensägen, einen Gehörschutz zu tragen.

Atemschutz

Nicht nur bei der Feuerwehr ist der Atemschutz wichtig. Auch in besonders staubigen Umgebungen, z.B. Bäckereien, verhindert der Atemschutz das Eindringen von kleinen Partikeln (Mehl) in die Lunge.

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Quellen:

arbeitsratgeber.com/berufskleidung/
mittelstandswiki.de/wissen/Schutz-_und_Arbeitskleidung
arbeitsrecht.org/…/diese-rechte-und-pflichten-haben-sie-beim-arbeitsschutz/
pflegewiki.de/wiki/Schutzkleidung
de.wikipedia.org/wiki/Berufskleidung
medibtikar.net/…/warum-sollte-man-arbeitskleidung-tragen/

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3 Gedanken zu „Arbeitsschutzbekleidung – Warum man sie braucht und was zu ihr gehört“

  1. Das ist ein echt interessanter Beitrag zum Thema Arbeitskleidung. Es ist besonders wichtig den Mitarbeitern klar zu machen, dass diese zum Schutz dienen. Danke für die Aufzählung der Dinge, die zur Arbeitsschutzkleidung gehören.

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  2. Schutzbrille sind nur für die Brillenträger etwas schwierig zu handhaben. Das liegt aber eher an der Unvereinbarkeit mit der normalen Brille. Wenn man den Arbeitgeber aber darauf hinweist, kann man zu einer Übereinkunft gelangen.

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